Vall de Pop

Wir fahren mit unseren Ausflügen in die Täler im Lande­sinneren der Marina Alta fort.

Von Dénia zum Tal Vall del Pop: Richtung Ondara - Gata de Gorgos (N-332) - Llíber - Jalón. - Alcalalí - Parcent - Castell de Castells - Benigembla - Murla - Dénia.

Besichtigungen in Llíber. Im Ortskern befindet sich die Pfarrkirche Iglesia parroquial de San Cosme y San Damián und in der näheren Umgebung befindet sich der maleri­schen Kreuzweg Paseo del Calvario, der 1700 im neoklas­sischen Stil erbaut wurde. Erwähnenswert sind hier die Bildhauerarbeiten von Sankt Josef und Sankt Damian. Ein Spaziergang um die Kirche und den Kreuzweg, sowie durch den historischen Ortskern lohnt sich, denn sie sind ein gutes Beispiel für die schöne Erhaltung der alten Häu­ser mit ihren traditionellen Fassaden.

Besichtigungen in Jalón. Im Ortskern von Jalón befindet sich die Kirche Iglesia de Santa María im neoklassizisti­schen Stil, die auf dem Platz Plaza Mayor steht. Gegenüber dem Antiquitätenmarkt befindet steht die Kapelle Santo Domingo Guzmán, die provisorisch als Pfarrkirche diente, und direkt daneben der Kapelle können wir das völker­kundliche Museum von Jalón besichtigen.

Geeignete Bekleidung

Es empfiehlt sich, bequeme Kleidung und Schuhe zu tra­gen, falls eine der Wanderun­gen unternommen werden soll.

Antiquitätenmarkt. In Jalón findet Samstag morgens der bekannte Antiquitätenmarkt statt, gegenüber der Wein­genossenschaft Virgen Pobre und entlang der Strecke von L´Assut. Hier können die landesüblichen Weine und Liköre gekostet werden . Hier findet jeden Samstag der Kauf und Verkauf von Antiquitäten und der Verkauf von Artikeln aus zweiter Hand statt.

Jalón und Alcalalí sind zwei typische Ortschaften für tradi­tionelle Wurst- und Konditoreiwaren.

Typische Gerichte. Arròs am fessols i penques (Reis mit Weißbohnen und Disteln), hausgemachte Cocas (kleine Teigfladen mit Gemüse, Olivenöl, Anchovis, Tomaten, etc.) Reis im Backofen und als Süßspeisen: Pastissets d´ametla (hausgemachte Mandeltörtchen) etc.

Besichtigungen um Jalón herum. An der Straße von Jalón nach Alcalalí liegt die genossenschaftliche Weinkellerei Bodega Cooperativa Virgen Pobre, wo wir Trockenfrüchte, Wein und Öl erstehen können. Die Weine aus dieser Wein­kellerei werden unter dem Namen “Vall de Xaló”, “Bahía de Dénia” und “Castell d´Aixa” vermarktet. Nennenswert ist hier auch der Moscatel-Wein aus der Garnachatraube und der Süße “Fondillol” Wein. Weitere Weinsorten sind der weiße Moscatel, Mistela, Garnacha-Rosé, junger Rot­wein, Crianza Wein und Vermut. Entlang dieser Straße gibt es noch weitere Weinkellereien mit Weinhandlungen, wo man lokal erzeugten Wein kaufen kann.

Besichtigungen in Alcalalí. Unbedingt zu besuchen in Alcalalí ist der Rathausplatz Plaza del Ayuntamiento mit der Pfarrkirche Iglesia Parroquial de la Natividad de Nues­tra Señora, eine Kirche die als Folge des tridentinischen Konzils entstand. Sie wurde Ende des 18. Jh. im Auftrag von San Juan de Ribera erbaut. Im Innenbereich befindet sich das Pfarrmuseum. Auf demselben Platz steht die be­deutendste Sehenswürdigkeit des Ortes: Der Turm Torre Señorial aus dem 16. Jh., der gegenwärtig ein Traubenmu­seum, das Museo de la Pasa, beherbergt und gleichzeitig eine schöne Aussicht über das Tal bietet.

In der näheren Umgebung des historischen Ortskerns und in der Nähe des (ausgetrockneten) Flussbetts befinden sich die Kapellen Ermita de la Virgen del Calvario und die Er­mita de San Juan de Mosquera (17. Jh.). Ferner sind in die­sem Dorf noch die Traditionen des Spitzenklöppelns und der Häkelarbeit lebendig, die in der Spitzenklöppelschule der Gemeinde erlernt werden können.

Richtung Parcent. Wir verlassen Alcalalí und fahren in das nächste Dorf des Tales. Hier befinden wir uns mitten im Herzen des Tals umgeben von Agrarland mit ausge­dehnten Orangenhainen.

Wanderungen

Von hier aus erreicht man auch die Bergkette Sierra de Bèrnia und das Fort de Bèrnia (eine mittelalterliche Festung aus dem 16. Jh.) sowie die Sierra del Castell de la Solana, wo eine der zwei noch existie­renden arabische Burgruinen steht: Die Burgruine des Cas­tillo d´Aixa auf dem Gipfel der Sierra de la Solana. Von der Burg, die auf der Sierra de Bèrnia stand, sind keinerlei Spuren mehr übrig.

Parcent ist von beeindruckenden Bergen umgeben. Beson­ders nennenswert ist der Coll de Rates. Wenn wir bis zum Gipfel steigen, werden wir mit einem traumhaften Blick auf das Tal Vall de Pop und die benachbarten Täler be­lohnt. Vom Coll de Rates haben wir die Möglichkeit einen Wanderweg einzuschlagen, der uns durch den Carrascar de Parcent führt (PR-V 185).

Besichtigungen in Parcent. In Parcent können wir einen gemütlichen Spaziergang machen und dabei die Pfarrkir­che Iglesia Parroquial de la Purísima Concepción besuchen, die einen einzigartigen Glockenturm hat, der 1929 vollen­det und 1949 restauriert wurde. Wir nähern uns anschlie­ßend dem Haus, in dem der berühmte Schriftsteller Gabriel Miró wohnte und das Buch Del Vivir (Über das Leben) schrieb. Schließlich können wir nahe am Fluss, inmitten ei­ner einzigartigen Landschaft, den alten Waschplatz Fuente Lavadero besuchen.

Richtung Castell de Castells. Wenn wir der Straße von Coll de Rates folgen, entdecken wir kurz vor Tárbena rech­ter Hand eine Abzweigung, die uns nach Castell de Castells führt, das unseren nächsten Halt darstellt. 500 Meter vor dem Dorfeingang kommen wir in das Gebiet Font de la Bota, wo auf der linken Seite ein Rast- und Kinderspiel­platz eingerichtet wurde.

Traditionelle Speisen

Coques (Teigfladen), Paella, Espencat (im Backofen ges­chmortes Gemüse), Cous-Cous... das gastronomische Angebot ist sehr weit ge­fächert, und wir können diese Speisen in allen Restaurants in Parcent kosten.

Wanderweg

Vom Bereich der Font de la Bota und dem Rastplatz aus beginnt der Wanderweg in Richtung Peña Castellet, wo wir die Überreste einer arabi­schen Burg sehen können. Die Strecke ist sehr gut beschildert (Wanderstrecke PRV - 149); mittlerer Schwierigkeitsgrad, Strecke: 8,9 km, Dauer: 3 Stunden. Dieser Wanderweg ist auch mit anderen Wan­derwegen aus dieser Gegend verbunden.

Besichtigungen in Castell de Castells. Sehenswert sind die Pfarrkirche Iglesia Parroquial de Santa Ana, aus dem 17. Jh., der alte Ortskern Casco Antiguo, das völkerkundliche Museum und das Makrokunstmu­seum oder Höhlenkunstmuseum, das in einem mehr als 200 Jahre alten Stammhaus in der Calle San Roque untergebracht ist.

Die Strecke und Besichtigung in Plà de Petracos. Von Castell de Castells fahren wir über die Straße Richtung Benigembla bis wir linker Hand eine Ab­zweigung sehen, die uns zum Santuario del Plà de Pe­tracos führt, eine als Erbe der Menschheit deklarierte Fundstätte, die einzigartig in ihrer Art ist. Sie beher­bergt vorgeschichtliche Malereien mit einem hohen Grad an Abstraktion, die die Bezeichnung Makro­kunst erhalten haben und eine der besten Fundstätten für Höhlenmalerei im Land Valencia darstellt.

Der Plà de Petracos ist beschildert. Wir parken unser Auto und gehen dann den Weg hinauf, der uns zur Ausgrabungsstätte bringt. Obwohl man sich nicht di­rekt nähern kann, da ringsherum Zäune zum Schutz der Ausgrabungen aufgestellt sind, kann man die Stätte von außen gut einsehen.

Diese Stätte ist 7.000 Jahre alt und besteht aus 8 Schichten. In 5 dieser Schichten sind gemalte Motive klar zu erken­nen. Zu der Zeit, als die Malereien entstanden, war die Stätte ein heiliger Ort: Ein Treffpunkt für den Gottesdienst von Menschen, die durch tiefen Glauben verbunden wa­ren, und bei denen Fruchtbarkeit, Landbau und familiäre Beziehungen eine besondere Bedeutung hatten.

Nachdem wir uns diesen Ort ausreichend angesehen ha­ben, fahren wir weiter die Straße entlang, durch die Ebene Los Llanos de Petracos, ein Gebiet, wo die Schlacht von Plà de Petracos zwischen Mauren und Christen mit dem Ziel stattfand, die Morisken zu vertreiben (sie wurden in den Hafen von Dénia gebracht, wo sie 1609 nach Afrika ver­frachtet wurden).

Vom Ende der Route nach Plà de Petracos geht es zurück auf die Straße von Castell de Castells nach Benigembla, wo es eine genossenschaftliche Stätte zur Herstellung von naturreinem Olivenöl gibt, die sich mitten im Ortskern befindet.

Besichtigungen in Benigembla. Wir können einen Spa­ziergang im Ortskern unternehmen und die Pfarrkirche San José vom Ende des 18. Jh. und Beginn des 19. Jh. im neoklassizistischen Stil besuchen. Ferner steht hier eine 3 Meter hohe Mauer, die 1958 errichtet wurde, um den Ortskern vor Überschwemmungen durch den Fluss Xaló zu schützen, da zu Beginn des 20. Jh. ca. 40 Häuser durch eine Überschwemmung verschwanden.

Wir gehen am Waschplatz Fuente Lavadero und am Rastplatz in unmittelbarer Nähe der Mauer vorbei. Ein Besuch in der Umgebung des Ortskerns ist auf jeden Fall lohnenswert, denn hier können wir die typische Bau­weise der Riu-Raus (besondere Bauweise, die u.a. zum Trocknen der Trauben diente) und verschiedene Quel­len besichtigen: Font de Baix, Font de Dalt, Font del Ullet, Font de Murtetes und die Font de Pascualest. Ferner gibt es hier mehrere Höhlen: Cova de l´Hedrera, Coves de la Cistella, Cova Roja.

Anschließend wenden wir uns dem Gemeindegebiet von Murla zu.

Murla. Die historische Präsenz von Murla im Tal Vall de Pop war während des gesamten Mittelalters und der Re­naissance sehr bedeutend. Im 16. Jh. war es die einzige Gemeinde im Inneren der Marina Alta, die von Christen bewohnt war und später eine bedeutende Rolle in der Rückeroberung, nach der Vertreibung der Christen 1609 spielten.

Interessante Monumente und Sehenswürdigkeiten in Murla sind: Die Burg mit Kirche Castillo-Iglesia de San Mi­guel - mit einem 25 Meter hohen Glockenturm aus dem Jahr 1861, der größtenteils 1990 zerstört wurde und in der Gegenwart als Turm restauriert worden ist - die Kapelle Ermita de la Sangre. Im Ortskern befindet sich die Kapelle Ermita de San Sebastián, die wahrscheinlich aus dem 14. Jh. stammt. Von hier aus können wir zur Bergkette Sierra del Penyal de Laguar steigen, über die es viel Literatur und Legenden gibt, wie beispielsweise der historische Roman Cavall Verd (Grünes Pferd). Weitere Sehenswürdigkeiten sind verschiedene Waschplätze, Quellen und der gesamte Ortskern mit den malerischen Balkon- und Torgittern

In Murla wie auch in anderen Dörfern des Tals Vall de Pop wird noch eine der ältesten valenzianische Ballsportart be­trieben: die Pilota Valenciana, die in verschiedenen Vari­anten gespielt wird, wobei Murla die Wiege dieser Sportart darstellt. Ähnlich wie in anderen Orten dieser Gegend ist die am häufigsten betriebene Variante die “a llargues”. Sie stellt die älteste Variante dar und wird auf der Straße ge­spielt. Andere Varianten die auf dem Sportplatz betrieben werden sind die sogenannten “es

Rückfahrt nach Dénia. Nach unserem Besuch in Murla kehren wir über Orba - Benidoleig - Ondara - nach Dénia zurück.

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